Enzyklika LAUDATO SI von Papst Franziskus

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Sie ist mehr als nur eine Bestätigung unseres eigenen Anliegens. Sie ist eine Steilvorlage, ein Auftakt und ein handfester Auftrag. Insbesondere wir Christen aber auch „alle Menschen guten Willens“ werden darin aufgefordert, sich endlich, konkret, gewaltfrei und nachhaltig mit Lösungsansätzen zu befassen, um der inzwischen weltweit allgegenwärtigen, sozio-ökologischen Krise entschieden entgegen zu wirken. Dabei dürften weder die Komplexitäten der Probleme verharmlost, noch die schwierigen wirtschaftlich Realitäten ausser Acht gelassen werden. Teile der Inhalte erscheinen nicht neu, sie sind Stand der aktuellen und bereits viel diskutierten wissenschaftlichen Erkenntnis. Aber sie wurden in diesem Manifest zu einer humanökologischen Zusammenschau und einer unmissverständlichen, ja eindeutig konfrontativen Forderung zusammengeführt. Erstmals stellt sich einer der weltweit anerkannten, spirituellen Führer, dessen Einfluss weit in die Politik reicht, mit Nachdruck hinter eine Agenda der sozio-ökologischen Erneuerung. Er bezieht eindeutig Stellung für die Armen der Welt sowie für den Erhalt des Lebensraums Erde und wendet sich gegen alle stereotyp vorgetragenen, markt- und neoliberalen Vorstellungen der wirtschaftlichen und politischen „Eliten“. Offensichtlich scheut der Papst nicht die Konfrontation. In einem Interview der FAZ nennt der Klimaforscher Schellnhuber das Papier eine “Regierungserklärung”. Tatsächlich ruft Franziskus “alle Menschen guten Willens” zur aktiven Mitarbeit an diesem gigantischen Werk auf. Wir dürfen davon ausgehen, dass sich das explizit und ausdrücklich nicht nur an Christen (einer bestimmten Konfession) richtet, sondern an alle Menschen richtet. Allein mit ein paar Auszügen aus der Enzyklika „Laudato si“ lassen sich sowohl die Tragweite, die Dringlichkeit aber auch die Bestätigung unseres DB&S-Anliegens „Heilendes Wirtschaften“ andeuten :

Absatz 129: “Die Unternehmertätigkeit, die eine edle Berufung darstellt und darauf ausgerichtet ist, Wohlstand zu erzeugen und die Welt für alle zu verbessern, kann eine sehr fruchtbringende Art und Weise sein, die Region zu fördern, in der sie ihre Betriebe errichtet, vor allem wenn sie versteht, dass die Schaffung von Arbeitsplätzen ein unausweichlicher Teil ihres Dienstes am Gemeinwohl ist.”

Absatz 139 “Es gibt nicht zwei Krisen nebeneinander, eine der Umwelt und eine der Gesellschaft, sondern eine einzige und komplexe sozio-ökologische Krise. Die Wege zur Lösung erfordern einen ganzheitlichen Zugang, um die Armut zu bekämpfen, den Ausgeschlossenen ihre Würde zurückzugeben und sich zugleich um die Natur zu kümmern.”

Mehr denn je sind wir davon überzeugt, dass es verstärkten, privaten und unternehmerischen Engagements der Bürgergesellschaft braucht, um vom Wort und der theoretischen Erkenntnis in die Tat zu finden. Beginnen müssen wir trotzdem mit dem Wort. Und damit Sie nicht lange im Internet nach der Enzyklika suchen müssen, haben wir Ihnen „Laudatio si“ direkt als pdf an diese eMail angehängt.

HIER DER GESAMT WORTLAUT ZUM DOWNLOADEN